«Prix Lumière»: The winners are ...

Beim «Prix Lumière» 2026 stimmte das begeisterte Publikum per Live-Voting darüber ab, welche drei der fünf präsentierten Projekte einen (Geld-)Preis erhielten. Der mit 10'000 Franken dotierte Preis (aufgeteilt auf drei Preisträger:innen) soll innovative Ideen auszeichnen, welche die Arbeitsbedingungen im Fachgebiet der AIM verbessern.

Die Verleihung fand zum vierten Mal anlässlich des SGAIM Frühjahrskongresses im SwissTech Convention Center in Lausanne statt. 

 

Von insgesamt sechs eingereichten Projekten nominierte die SGAIM-Jury im Vorfeld der Veranstaltung fünf Projekte. Moderiert wurde der Anlass erneut von Dr. med. Christoph Knoblauch (SGAIM-Co-Präsident) und Prof. Dr. med. Idris Guessous (SGAIM-Vorstandsmitglied). Im fast vollen Auditorium B klatschte, jubelte und pfiff das Publikum begeistert nach der Vorstellung eines jeden Projektes. Abgestimmt wurde dann mittels Live-Voting, nachdem alle Projekte vorgestellt worden waren.

 

Dabei fiel die Publikumswahl für den ersten Preis eindeutig auf das Projekt «Génération automatique de lettres de sortie par intelligence artificielle» (Automatische Erstellung von Austrittsberichten mithilfe künstlicher Intelligenz), das Dr. med. François Panosetti vom Spitalzentrum Biel eingereicht hatte. Dr. Panosetti nahm den ersten Preis über 5'000 Franken sowie die für den Prix Lumière symbolische Lampe entgegen. Am Spitalzentrum Biel wurde mithilfe generativer künstlicher Intelligenz die automatische Erstellung einer Zusammenfassung des Krankenhausaufenthalts auf der Grundlage anonymisierter Daten aus dem IT-System (Überweisungsschreiben, Eintritt, Folgeberichte usw.) eingeführt. Die Zusammenfassung kann auf Französisch oder Deutsch erstellt werden, und ein Konfidenzwert bewertet ihre redaktionelle Qualität. So konnte der Verwaltungsaufwand für die Assistenzärztinnen und -ärzte auf der Station für Innere Medizin reduziert werden.

 

Den zweiten Preis gewannen Dr. Maria Bösing und Dr. Giorgia Lüthi-Corridori vom Kantonsspital Baselland in Liestal. Auf eindrucksvolle Weise inklusive Gesangseinlage stellten sie das Projekt «Academic Coffee: A Neuroscience-Informed Model Fostering Active Learning, Research Engagement, and Joy in Clinical Research» vor. U. a. mit sokratischen Dialogen und einem strukturiertem Mentoring werden Medizinstudierende dabei unterstützt, ihre Abschlussarbeiten erfolgreich abzuschliessen.

 

Mit ihrem Projekt « Le projet COCKPIT : les médecins assistant-es et infirmiers-ères comme pilotes du changement ! » (Das COCKPIT-Projekt: Assistenzärzt:innen und Pflegekräfte als treibende Kraft des Wandels!) gewannen Dr. Christian Abou Nader, Isabel Loewer, Nadia Milho und Dr. Sandy Wälchli ganz knapp hinter dem zweitplatzierten Projekt den dritten Preis. Beim Projekt COCKPIT des Centre hospitalier universitaire vaudois (CHUV), Lausanne, werden in wöchentlichen, interprofessionellen 15-minütigen Besprechungen kleine Ärgernisse des Alltags identifiziert und gelöst. Dank einer aus dem Lean Management stammenden Methodik gewinnen die Assistenzärztinnen und -ärzte an Handlungsspielraum und verbessern ihre Organisation. Das Projekt deckt wiederkehrende Probleme auf, fördert Veränderungen in größerem Massstab und trägt dazu bei, die Lebensqualität am Arbeitsplatz zu verbessern.

 

Die SGAIM unterstreicht mit der Preisvergabe den hohen Stellenwert der Forschung und Innovation in der Allgemeinen Inneren Medizin. Mit diversen Massnahmen setzt sich die grösste medizinische Fachgesellschaft der Schweiz für attraktive Arbeitsbedingungen in der AIM ein. Neben dem «Prix Lumière» vergibt die SGAIM diverse weitere Preise.

 

Alle Informationen zum «Prix Lumière» mit der Vorstellung aller eingereichten Projekte finden Sie hier

 

Zum Video
Zu den Fotos

 

Bilder: 1. Foto: alle Preisträger:innen, 2. Foto: Dr. François Panosetti (1. Preis)

© SGAIM